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Erste Schritte

 
 
Ziel von Samovar ist es, verschiedene fertige Geräte zu verbinden und ihre Steuerung im Rahmen eines einheitlichen Konzepts so einfach wie möglich zu machen.
 
Das Grundkonzept von Samovar: dem Benutzer durch Automatisierung die Routinearbeiten bei der Steuerung von Brauen, Destillation, Rektifikation usw. abzunehmen.
Sicherheit steht bei Samovar an erster Stelle. Jedes Ereignis außerhalb der zulässigen Grenzen wird von Samovar sofort gestoppt. Gleichzeitig ist Samovar dank des offenen Quellcodes und der Möglichkeit, Lua-Skripte zu verwenden, flexibel genug, um seine Parameter an nahezu jede Aufgabe anzupassen.
 
Was ist die Minimalkonfiguration, in der Sie Samovar aufbauen können?
Es genügt, einen ESP32-Mikrocontroller zu nehmen und ein Programm (Sketch) darauf zu laden. Dann lassen Sie den ESP32 sich mit Ihrem WLAN verbinden, und die Samovar-Oberfläche erscheint auf Ihrem Computer. Der ESP wird über den USB-Anschluss mit Strom versorgt. Daten kann er so aber noch keine anzeigen. Und Geräte steuern kann er natürlich auch nicht.
 
Jetzt müssen Sie Samovar an die Anlage anschließen.

Siehe Montageanleitung für den Hard- und Softwarekomplex SAMOVAR (öffnet sich in einem neuen Fenster)
 
Schließen Sie zuerst die Temperatursensoren an. Und da der Computer meist an einem Ort steht und die Kolonne an einem anderen, können Sie den ESP mit einem beliebigen Handy-Ladegerät versorgen.
Hier wird Samovar bereits zu Ihrem Berater. Es zeigt auf dem Monitor an und schickt auf Ihr Smartphone Meldungen: Aufheizen beendet, Wasser einschalten, Stabilisierung beendet, Temperaturen überschritten, Pause usw. Gleichzeitig sehen Sie alle benötigten Temperaturen. Schlägt Dampf durch, erscheint eine Meldung, es gibt Diagramme, Sie können das Verhalten der Kolonne analysieren usw.
Stabilität und Sicherheit liegen aber bei Ihnen. Samovar gibt nur Hinweise, während Sie an den Knöpfen und „Hähnen“ drehen. Das wird mit der Zeit lästig. Etwas muss automatisiert werden.
 
Nehmen wir als Beispiel die Standardausrüstung eines Einsteigers.
Ein 3-kW-Heizelement und ein gewöhnlicher Thyristorregler mit Drehknopf...
Automatisieren wir das Aufheizen. Lassen Sie im Heizelementblock 2 Elemente am Regler und schließen Sie eines an ein 16-A-Halbleiterrelais (SSR) an. Verbinden Sie die Relaissteuerung mit dem entsprechenden Pin (vierter Relaiskanal, RELE_CHANNEL4 — D13)*.
Einschalten. Stellen Sie am Regler nur die Spannung ein, die für den normalen Kolonnenbetrieb nötig ist, etwa 200 Volt, und geben Sie Samovar dann den Befehl „Heizung einschalten“ («Включить нагрев»): Zusätzlich zum Regler schaltet es über das SSR das Zusatzheizelement mit voller Leistung zu. Wenn der Dampf die Kolonne erreicht und der Sensor oben in der Kolonne ihn erkennt, schaltet Samovar das Zusatzheizelement ab und lässt nur den Regler an.
Sie müssen also nicht mehr aufpassen und warten, bis die Brennblase kocht, um die Spannung selbst zu senken. Das erledigt Samovar.
 
Aber auch hier: Ständig am Reglerknopf zu drehen, um die Kolonne zu stabilisieren, ist kein Vergnügen... Vor allem, wenn eine Rektifikation rund 20 Stunden dauert.
Um Nerven und Gesundheit zu schonen, ist es daher sehr empfehlenswert, sich zuerst einen Stabilisator ( RMV-k, KVIC, RM) anzuschaffen oder selbst einen Regler SEM_AVR zu bauen.
 Und jetzt eröffnen sich bisher unerreichbare Möglichkeiten:
1. Automatische Leistungsregelung abhängig vom laufenden Programm, einschließlich des ständigen Haltens der Kolonne im Vorflutzustand**, Abschalten der Heizung nach Brennblasentemperatur und vor allem automatisches Abschalten der Heizung bei Dampfdurchschlag oder Überschreitung der Wassertemperatur!
2. Und natürlich eine stabile Heizung.
 
So können Sie Schritt für Schritt mit Hilfe von Samovar fast den gesamten Prozess automatisieren, indem Sie nach und nach weitere Geräte anschließen. Jedes neue Gerät eröffnet neue Möglichkeiten.
 
Bedenken Sie, dass ein SSR oder ein Stabilisator wohl das Äußerste ist, was Sie mit einem Handy-Ladegerät betreiben können. Jeder weitere Schritt erfordert eine leistungsfähigere Stromversorgung.
 

* Der ESP32 gibt 3,3 Volt bei begrenztem Strom aus, daher funktioniert nicht jedes Halbleiterrelais  „out  of  the box“.
** Bei Verwendung eines Füllstandssensors und bestimmter Reglertypen.