Vorbereitung des Nachgusswassers während der Temperaturrasten.
In den meisten Bierrezepten wird nach Abschluss aller Rasten und dem Ablassen der Würze Nachgusswasser mit einer Temperatur von etwa 80°C verwendet, um den Treber auszuwaschen.
Was kann schiefgehen: die maximale Leistung, die das Stromnetz liefern kann. Wenn Sie die Brennblase und den Behälter für das Nachgusswasser gleichzeitig beheizen, hält das Netz die Last möglicherweise nicht aus.
Es gibt eine Lösung. Erhitzen Sie das Wasser im Nachgussbehälter, während die Temperatur- Rasten des Maischprogramms ablaufen.
Das lässt sich leicht einrichten.
Schließen Sie die Ansteuerung (Betriebsfreigabe) der Heizung des Nachgussbehälters an die Öffnerkontakte (NC) von Relais Nr. 4 an, das das Zusatzheizelement steuert.
So funktioniert es.
Wenn Sie den Nachgussbehälter mit Wasser füllen, können Sie die Heizung einschalten, auch wenn Samovar nicht eingeschaltet ist, weil die Kontakte von Relais Nr. 4 geschlossen sind.
Sobald Samovar arbeitet und der Befehl zum Ausführen des Maischprogramms gegeben wird, schaltet Relais Nr. 4, das das Zusatzheizelement der Brennblase steuert, ein, öffnet die NC-Kontakte, und die Heizung im Nachgussbehälter stoppt.
Ist die eingestellte Temperatur erreicht, schaltet Relais Nr. 4 ab, die NC-Kontakte schließen sich, und das Beheizen des Nachgussbehälters geht weiter.
Wer tatsächlich ein Zusatzheizelement nutzt, also über genug Leistung verfügt, kann das einfach umsetzen. Relais Nr. 4 schaltet mit seinen Umschaltkontakten entweder das Zusatzheizelement der Brennblase oder die Heizung des Nachgussbehälters ein.
Hinweise zum Schaltplan:
Mit dem Schalter S1 wird der Thermostat eingeschaltet; S2 überbrückt den Anschluss, damit das Gerät ohne Samovar arbeiten kann.
Der 16-A-Leitungsschutzschalter dient als Schutz und zum Ein- und Ausschalten der Heizung.
Das AC-DC-Modul 220-12 Volt und der mit 12 Volt versorgte Thermostat dienen der höheren Sicherheit. Sie können auch einen mit 220 Volt versorgten Thermostat und ein AC-AC-Halbleiterrelais verwenden.
Der Thermostat STC-1000 hat zwei Betriebsarten, Heizen und Kühlen, und entsprechend zwei Relais. Eines ist für das Heizen zuständig, das andere für das Kühlen. So lässt sich das Gerät auch eigenständig nutzen, um ohne Samovar eine eingestellte Temperatur im Gärbehälter zu halten.
Hinweis.
Die unten beschriebene Steuerung von Relais Nr. 4 über den Parameter ACCELERATION_HEATER_DELTA funktioniert in der Variante mit UART-Spannungsregler. In der Relais-Variante (ohne Regler) schaltet Relais Nr. 4 zusammen mit dem Hauptheizelement ein, solange die Maische um mehr als HEAT_DELTA kälter als der Sollwert ist, und schaltet ab, wenn auf das Halten der Temperatur umgeschaltet wird.
Für alle, die kein Zusatzheizelement verwenden.
Der Schaltplan ist genau derselbe, aber…
Nach der Logik von Samovar schaltet das Zusatzheizelement einige Grad vor Erreichen der Zieltemperatur ab, und bei unserer Verdrahtung überschneiden sich die Bereiche:
Das Hauptheizelement läuft noch mit voller Leistung, und das zweite Heizelement hat sich bereits eingeschaltet.
Um das zu vermeiden, ersetzen Sie in der Datei Samovar_ini.h in der Zeile
#define ACCELERATION_HEATER_DELTA 4
den Wert 4 durch 0 (null) oder, noch besser, durch –(minus)0.3
Damit ergibt sich folgender Ablauf:
1°C vor der eingestellten Rasttemperatur (festgelegt in der Zeile #define HEAT_DELTA 1)
wechselt Samovar zur PID-Regelung: Das Hauptheizelement erhält über den Regler höchstens die Spannung aus dem Feld „Reglerspann./-leistung im Temperaturhaltemodus“ («Напр./мощность регулятора в режиме поддержания темп.») (Einstellungen - Bier («Настройки - Пиво»)).
Erreicht die Temperatur den eingestellten Wert, hört das Hauptheizelement auf zu heizen, Relais Nr. 4 schaltet ebenfalls ab, die NC-Kontakte schließen sich und die Freigabe zum Beheizen des Nachgussbehälters wird erteilt.
Ist die Zeile #define ACCELERATION_HEATER_DELTA auf -0.3 gesetzt, fällt das Relais erst ab, wenn die Temperatur in der Brennblase 0,3°C über dem Zielwert liegt; so ist garantiert, dass die beiden Heizelemente nicht gleichzeitig eingeschaltet sein können, auch nicht für einige Sekunden.
Ergänzung.
Wenn Sie die Temperaturrasten nahezu perfekt anfahren, kann die oben beschriebene Einstellung in der Zeile
#define ACCELERATION_HEATER_DELTA
sowohl mit 0 als auch mit -0.3 nicht voll wirken. Das Wasser im Zwischenbehälter hat keine Zeit, sich zu erwärmen, denn die Temperatur überschreitet den Zielwert zunächst leicht, um etwa 0,4, fällt dann aber und liegt entweder genau auf dem Zielwert oder 0,1-0,2°C darunter. In diesem Fall schaltet sich das Heizelement im Zusatzbehälter einfach nicht ein.
Es wird eine andere Einstellung vorgeschlagen.
Zum Beispiel:
Bei diesen Werten:
Reglerspann./-leistung im Temperaturhaltemodus: 150 Volt
#define HEAT_DELTA 2
In der Zeile
#define ACCELERATION_HEATER_DELTA tragen Sie den Wert 1.5 ein
Und begrenzen Sie die Leistung des Heizelements im Nachgussbehälter auf 1 kW
Wenn bis zur Zieltemperatur noch 2° fehlen, erhält die Hauptheizung 150 Volt. Zuerst dauerhaft, dann in Impulsen.
1,5° vor dem Zielwert schaltet sich die Heizung im Zwischenbehälter mit einer Leistung von 1 kW ein.
Das Netz wird nicht überlastet. Das zweite Heizelement hat genug Zeit, das Nachgusswasser während der Temperaturrasten zu erhitzen und die Temperatur zu halten