Samovar 7.00: Wasserpumpe und Wasserventil werden im Konfigurator auf der Registerkarte „Pumpen“ («Насосы») aktiviert; die folgenden Direktiven werden nur bei manueller Einrichtung benötigt.
Halbautomatischer Modus
Das Prinzip dieser Methode: Sie arbeitet eher wie ein Wächter (Watchdog), und das funktioniert recht gut.
Das Wasser kommt aus der Leitung (oder aus einem Druckbehälter oberhalb der Kolonne).
Es fließt zu einem Nadelventil und dann zu einem Rotameter, das zur Einstellung und Kontrolle eingebaut ist. Um das Nadelventil herum wird eine Bypassleitung mit einem weiteren Hahn und einem Ventil gebaut.
Die Einstellung erfolgt so:
Drehen Sie das Wasser auf. Schließen Sie das Nadelventil vollständig. Legen Sie zwangsweise Spannung an das Ventil an, sodass es öffnet, und stellen Sie mit dem Hahn des Ventils den Durchfluss ein, zum Beispiel 10 Liter pro Stunde. Nehmen Sie die Spannung weg – das Ventil schließt.
Das Ventil der Bypassleitung wird anstelle der Pumpe an Samovar angeschlossen – an den Pumpensteuerausgang (GPIO4 beim ESP32 DevKit, GPIO11 beim ESP32-S3) über einen Transistorschalter oder ein Relais, wie auf der Seite
Kühlung beschrieben.
Deaktivieren Sie im Konfigurator auf der Registerkarte „Pumpen“ («Насосы») das Kontrollkästchen
„Wasserpumpe oder Rührwerk steuern“ («Управлять насосом воды или мешалкой») und tragen Sie im Feld
„Steuerung des Wasserventils“ («Управление клапаном воды») LOW ein (oder HIGH, wenn Ihr Schalter bei High-Pegel einschaltet). Der Konfigurator schreibt dies in die Datei Samovar_ini.h, in der sich dieselben Zeilen auch von Hand bearbeiten lassen:
//#define USE_WATER_PUMP //использовать управление ШИМ для насоса для воды
muss auskommentiert sein
und die Zeile:
#define USE_WATER_VALVE LOW //использовать управление клапаном для регулировки напора воды
muss einkommentiert sein. Solange USE_WATER_PUMP aktiv ist, hat die Direktive USE_WATER_VALVE keine Wirkung – in der Firmware schließen sie sich gegenseitig aus.
Starten Sie dann die Kolonne und stellen Sie mit dem Nadelventil den Wasserdurchfluss so ein, dass die Temperatur am Ausgang des Dephlegmators zum Beispiel 50° beträgt. Bringen Sie die Kolonne in den Arbeitsbetrieb und korrigieren Sie den Durchfluss dabei leicht mit dem Nadelventil. Das war’s – die Kolonne wird gekühlt.
Steigt die Wassertemperatur über den Sollwert des Wassersensors, öffnet das Ventil in der Bypassleitung, und zusätzliche 10 Liter pro Stunde fließen in die Kühlung; sobald die Temperatur sinkt, schließt das Ventil.
Das Ventil öffnet, wenn die Wassertemperatur mehr als 1 °C über den Sollwert steigt, und schließt, wenn sie mehr als 1 °C unter den Sollwert fällt. So arbeiten die Modi Rektifikation und Destillation. Im Bier-Modus wird dieser Ausgang nicht verwendet – es öffnet nur das Ventil an Relais Nr. 3; im Käseherstellungsmodus ist das Bypassventil offen, solange die Produkttemperatur mehr als 1 °C über dem Zielwert liegt.
In diesem Modus kann das System recht lange arbeiten. Man sollte es aber nicht lange unbeaufsichtigt lassen, und der Durchfluss muss regelmäßig mit dem Nadelventil nachgestellt werden.