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Vorfluten

Das Programm „Vorfluten“ («Предзахлеб»)
 
Automatisches Halten der Kolonne im Zustand des Vorflutens. Dieser Modus arbeitet genauso wie der Modus Mittellaufabnahme, jedoch mit der zusätzlichen Funktion, die Kolonne im Zustand des Vorflutens zu halten. Samovar erhöht und senkt die Spannung am Regler selbstständig. Eine manuelle Spannungskorrektur ist ergänzend zur automatischen möglich und hat Vorrang.
Der Modus erfordert einen Rücklauf-Füllstandssensor und die in den Einstellungen aktivierte Option „Rücklauf-Füllstandssensor bei der Rektifikation verwenden“ («Использовать датчик уровня флегмы при ректификации»).
 
Funktionsweise.
 
Achtung. Die Zeitintervalle sind für alle Regler gleich, die Beträge der Leistungskorrektur unterscheiden sich jedoch. Für jedes Reglermodell wird eine Konstante verwendet, die „Korrekturschritt“ heißt.
Die automatische Spannungssenkung beträgt 2 Schritte, die Erhöhung 1 Schritt.
 
Zu Beginn der Programmzeile „Vorfluten“ stellt Samovar die in der Zeile angegebene Spannung ein und wartet 4 Minuten. Hat der Rücklauf-Füllstandssensor in dieser Zeit nicht ausgelöst, erhöht es die Spannung um 1 Schritt. Dann wartet es wieder 4 Minuten und erhöht, falls der Sensor immer noch nicht ausgelöst hat, die Spannung erneut, und so weiter.
 
Löst der Sensor aus, merkt sich Samovar die aktuelle Spannung und nimmt die erste Senkung um 2 Schritte vor (Meldung „Spannung wird gesenkt von …“ («Напряжение снижаем с …»)).
Es wartet 40 Sekunden, wobei es Auslösungen des Sensors ignoriert, und senkt dann, falls das Signal noch anliegt, die Spannung erneut und wartet weitere 40 Sekunden. Die Senkungen dauern an, bis der Rücklaufsensor nicht mehr auslöst.
 
48 Sekunden nach der letzten Sensorauslösung erhöht Samovar die Spannung auf die zuvor gespeicherte Spannung der ersten Sensorauslösung minus 2 Korrekturschritte des verwendeten Reglers (Meldung „Spannung wird erhöht auf …“ («Напряжение повышаем до …»)).
Dann wartet es 4 Minuten. Löst der Sensor in dieser Zeit wieder nicht aus, erhöht es die Spannung erneut um 1 Schritt, und so weiter, bis der Sensor auslöst.
 
Der Zyklus beginnt sich zu wiederholen.
Bei jedem neuen Zyklus wird die Spannung, bei der der Füllstandssensor zum ersten Mal auslöst, im Speicher von Samovar überschrieben. Genau auf diesen Wert minus 2 Reglerschritte kehrt die Spannung zurück, nachdem der Sensor nicht mehr auslöst. Nach einigen Durchläufen stellt sich die Kolonne auf einen gleichmäßigen und nahezu konstanten Vorflutbetrieb ein.
Beim Übergang zur nächsten Zeile werden die Zähler und die gespeicherte Spannung zurückgesetzt, sofern diese nicht „Vorfluten“ ist. Folgt auf eine Zeile „Vorfluten“ eine weitere solche Zeile, wird der Zyklus ohne Neustart fortgesetzt.
 
Hinweis.
Als Auslösung des Rücklauf-Füllstandssensors gilt ein Zeitraum von 3 Sekunden, in dem die LED des Sensors ununterbrochen leuchtet. Blinkt die LED in Abständen von weniger als 3 Sekunden, zählt das nicht als Auslösung.
 
Hinweis.
Samovar arbeitet mit dem tatsächlichen Spannungswert zum Zeitpunkt des Ereignisses. So können Sie die Spannung beim Einstellen des Modus manuell ändern und schnell ein stabiles Ergebnis erreichen.
Zum Beispiel: Optisch hat der Rücklaufpegel das Schauglas bereits verlassen, aber die LED des Sensors leuchtet noch und Samovar senkt die Spannung weiter. Während wir den Sensor einstellen, ist die Leistung schon deutlich gesunken. Es hat keinen Sinn, darauf zu warten, dass Samovar sie automatisch anhebt. Erhöhen Sie sie manuell am Regler oder über Samovar. Samovar macht seinen nächsten Schritt von der tatsächlichen Spannung aus.
 
Um diesen Modus zu verwenden, wählen Sie im Dropdown-Menü „Vorfluten“; die Programmzeile im Textfeld sieht dann etwa so aus:
C;2500;1.00;3;0.00;170
(C - Vorflutbetrieb halten; 2500 - Abnahmevolumen in ml; 1.00 - Abnahmegeschwindigkeit in l/h; 3 - Abnahme in Behälter Nr. 3; 0,00 - Übergangstemperatur, 0 - nicht verwendet; 170 - Spannung an den Heizelementen einstellen)
 
Beispiel mit einem Kvic-Regler. Der Reglerschritt beträgt 0,5 Volt.
Angenommen, die Abnahmezeile im Modus „Vorfluten“ ist auf 170 Volt eingestellt
Zu Beginn des Abnahmeprogramms auf dieser Zeile legt Samovar über den Regler 170 Volt an die Last und wartet 4 Minuten. Hat der Rücklauf-Füllstandssensor nicht ausgelöst, addiert es 0,5 Volt und wartet 4 Minuten. Erfolgt keine Auslösung, addiert es wieder 0,5 Volt und wartet erneut 4 Minuten. Und so weiter, bis der Sensor auslöst.
Im Moment der Sensorauslösung (sagen wir bei 174 Volt) merkt sich Samovar die Spannung und senkt um 1 Volt. Dann wartet es 40 Sekunden und ignoriert dabei Signale des Sensors. Dauern die Auslösungen an, senkt es um ein weiteres Volt, und so weiter im Abstand von 40 Sekunden, bis der Sensor kein Signal mehr gibt.
Sagen wir, es senkt bis auf 168 Volt. Dann erhöht es 48 Sekunden nach der letzten Auslösung die Spannung auf die gespeicherte Flutungsspannung minus 1 Volt (174-1=173) und wartet wieder 4 Minuten. Hat der Sensor nicht ausgelöst, addiert es 0,5 Volt.
 
Samovar mit einem RMVK-Regler. Der Reglerschritt beträgt 1 Volt
Angenommen, die Abnahmezeile im Modus „Vorfluten“ ist auf 170 Volt eingestellt
Zu Beginn des Abnahmeprogramms auf dieser Zeile legt Samovar über den Regler 170 Volt an die Last und wartet 4 Minuten. Hat der Rücklauf-Füllstandssensor nicht ausgelöst, addiert es 1 Volt und wartet 4 Minuten. Erfolgt keine Auslösung, addiert es wieder 1 Volt und wartet erneut 4 Minuten. Und so weiter, bis der Sensor auslöst.
Im Moment der Sensorauslösung (sagen wir bei 174 Volt) merkt sich Samovar die Spannung und senkt um 2 Volt. Dann wartet es 40 Sekunden und ignoriert dabei Auslösungen des Sensors. Dauern die Auslösungen an, senkt es um weitere 2 Volt, und so weiter, bis der Sensor kein Signal mehr gibt.
Sagen wir, es senkt bis auf 168 Volt. Dann erhöht es 48 Sekunden nach der letzten Auslösung die Spannung auf die gespeicherte Flutungsspannung minus 2 Volt (174-2=172) und wartet wieder 4 Minuten. Hat der Sensor nicht ausgelöst, addiert es 1 Volt.
 
Samovar mit einem SEM_AVR-Regler.
Ähnlich wie beim RMVK-Regler, allerdings stellt dieser Regler die Leistung in Watt statt in Volt ein, und die Schritte werden als Prozentsatz der aktuellen Leistung berechnet: Die Senkung beträgt 3 %, die Anhebung nach Ende der Auslösungen erfolgt bis zur gespeicherten Leistung minus 3 %, und die planmäßige Erhöhung alle 4 Minuten beträgt 1 %.
Zum Beispiel: Die aktuelle Leistung beträgt 1800 W. Löst der Sensor aus, senkt Samovar sie um 54 W (3 %), bei einer planmäßigen Erhöhung addiert es 18 W (1 %).
 
Hinweis
Aufgrund der Art, wie die Leistung eingestellt wird, kann der tatsächliche Wert leicht von dem von Samovar eingestellten abweichen (zum Beispiel 1803 W statt 1800). Das ist völlig unkritisch.
 
Wenn Sie die Reaktionszeit des Rücklauf-Füllstandssensors ändern müssen, wird sie hier eingestellt:
In der Datei alarm.h:
//Wenn wir bereits reagiert haben - 40 Sekunden warten, da der Prozess träge ist
alarm_h_min = millis() + 1000 * 40;
40 ist die Anzahl der Sekunden, nach der die Spannung bei Auslösung des Rücklauf-Füllstandssensors erneut gesenkt wird. Ist ein Rücklauf-Füllstandssensor installiert, funktioniert dies in jedem Modus, da es zur Sicherheitsgruppe gehört, die das Fluten der Kolonne verhindert: Außerhalb der Zeile „Vorfluten“ gibt Samovar bei Auslösung des Sensors ebenfalls einen Piepton aus und zeigt die Meldung „Flutungssensor ausgelöst!“ («Сработал датчик захлёба!») an.
 
in Samovar_pin.h:
#define WHLS_ALARM_TIME 3 //Sekunden bis zum Auslösen des Alarms des Rücklauf-Füllstandssensors
Wegen Schwankungen des Rücklaufs kann der Sensor blinken; dieser Parameter legt fest, wie viele Sekunden ununterbrochener Auslösung des Füllstandssensors als tatsächliche Auslösung gelten.
 
Gilt nur für den Vorflutbetrieb:
in Samovar.h:
#define TIME_C 4 // Wartezeit in Minuten für das Programm im Vorflutmodus
– Das ist die Zeit, nach der Samovar die Spannung erhöht, wenn der Rücklauf-Füllstandssensor nicht ausgelöst hat. Die Pause vor dem Wiederherstellen der Spannung nach Ende der Auslösungen beträgt ein Fünftel dieser Zeit (48 Sekunden).